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LEONARDO – Quality Selection, ein fast perfektes Futter für Samtpfoten*

* Unbezahlte Werbung

MEINE TESTKRITERIEN

WIE ICH BEWERTE
Wie ihr alle wisst, ist die Maus unsere Beute Nr. 1. Die Zusammensetzung der Maus sollte für ein hochwertiges Katzenfutter als Vorbild gelten.

Katzenfutter zu testen ist so eine Sache, denn als reine Carnivoren, haben wir Samtpfoten, besondere Anforderungen an unser Futter. Ich habe mich dazu entschlossen mein eigenes Bewertungssystem zu erstellen und mich vor allem auf die verwendeten Rohstoffe und die Deklaration zu konzentrieren.

Für uns Katzen ist es äußerst wichtig, dass wir hochwertiges Fleisch bekommen und keine preiswerten „Füllstoffe“, die uns auf Dauer krank machen können. Fakt ist: Als reine Carnivoren benötigen wir hochwertiges Protein um unseren Bedarf zu decken.

Ein gutes Katzenfutter sollte mindestens folgende Kriterien aufweisen:

  • Das Futter enthält mindestens 50% Muskelfleisch.
  • Es werden keine pflanzlichen Zusatzstoffe wie Mais, Getreide, Soja & Co verwendet.
  • Es wird kein Zucker verwendet, auch keine Ersatzzucker wie z.B. Rübenschnitzel, Apfelextrakt etc.
  • Alle verwendeten Innereien sollten genau angegeben sein, am besten mit Prozentangaben. 
  • Der Hersteller verwendet kein Tiermehl
  • Das Futter enthält keine künstlichen Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Bindemittel & Aromen
  • Das Futter weist einen Feuchtigkeitsanteil von mindestens 70% auf.
  • Das Futter enthält ausreichend Taurin, mindestens 1000 mg pro Kilo – besser mehr.
  • Das Calcium/Phosphor Verhältnis liegt idealerweise bei 1,1:1 bis 1,3:1.
    Calcium und Phosphor sind in ihren Reaktionen, ihrem Stoffwechsel und Zusammenspiel im Körper sehr eng miteinander verbunden. Stimmt das Verhältnis beider Mineralstoffe nicht, kann es auf lange Sicht, zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen.

WAS VERSPRICHT DER HERSTELLER

  • Ohne Zusatz von Getreide, Obst oder Gemüse
  • Ohne künstliche Farbstoffe, Aromastoffe und Konservierungsstoffe
  • Fleischerzeugnisse nur aus lebensmitteltauglichen Tieren
  • Hergestellt in Deutschland
  • Garantiert aus besten Zutaten
  • Hohe biologische Wertigkeit
  • Keine Tierversuche
  • Kein Sojaeiweiß
  • Beste Schmackhaftigkeit und Verträglichkeit

Zusammensetzung der getesteten Sorten:


Analysewerte der getesteten Sorten:

RohproteinRohfettRohfaserRohascheFeuchteNfE
Geflügel pur10%5%0,3%2%80%13,5
Reich an Ente10%5%0,3%2%80%13,5
Reich an Kaninchen10%5%0,3%2%80%13,5
Reich an Leber10%5%0,3%2%80%13,5
Reich an Rind10%5%0,3%2%80%13,5
Reich an Seefisch10%5%0,3%2%80%13,5
Kitten reich an Geflügel10%5,5%0,3%2%79%15,2


Analysewerte der getesteten Sorten:

Geflügel pur
Reich an Ente
Reich an Kaninchen
Reich an Leber
Reich an Rind
Reich an Seefisch
Kitten reich an Geflügel
Vitamin D3 200 I.E.; Vitamin E 50 mg; Taurin 1.000 mg; Mangan (als Mangan(II)-sulfat, Monohydrat) 2 mg; Zink (als Zinksulfat, Monohydrat) 20 mg; Jod (als Kalziumjodat, wasserfrei) 0,2 mg


Fütterungsempfehlung des Herstellers für eine 3-5kg Katze:
Für alle getesteten Sorten: 200-400g täglich

Fütterungsempfehlung des Herstellers das Kittenfutter für Kätzchen bis zu einem Jahr:
Für alle getesteten Sorten: 100-300g täglich

Bitte zimmerwarm füttern. Frisches Trinkwasser sollte immer zur freien Verfügung stehen. Nach dem Öffnen max. 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren.

MEIN TESTERGEBNIS

NFE WERT

Der sogenannte NFE Wert (Kohlenhydratanteil) sollte idealerweise unter 10% liegen. Bei allen getesteten Futtersorten liegt er höher, aber in einem akzeptablen Rahmen. Für Katzen mit Diabetes Mellitus ist das Futter aufgrund des hohen NfE Wertes nicht geeignet. Wird das Futter ausgewachsenen Katzen dauerhaft als „All you can Eat“ gefüttert kann es sein, dass der eine oder andere von uns recht zügig einige Fettreserven aufbaut. Hier sollte unser Personal ein Auge auf unser Gewicht haben.

ROHPROTEIN

Eine 4 kg Katze benötigt im Schnitt 19g Rohprotein am Tag. Bei einer Fütterung von 270g wäre der Protein- und Energiebedarf einer 4 kg Katze gedeckt. Ein Beispiel für Yeti-Besitzer: Ulysseus mit seinen 7,7kg würde mit nur 400g pro Tag seinen Energie- und Proteinbedarf decken.

Da es beim Protein immer auf die Qualität ankommt und aus der Deklaration nicht genau ersichtlich ist, wieviel Muskelfleisch wirklich enthalten ist, habe ich mal bei LEONARDO nachgefragt. Der Hersteller hat mir geantwortet das in allen Futtersorten von Leonardo 2/3 Muskelfleisch und 1/3 Innereien verarbeitet werden. Als tierischen Nebenerzeugnisse verwendet der Hersteller ausschließlich Leber, Niere, Lunge und Magen. Je nach aktueller Verfügbarkeit kann der jeweilige Anteil der jeweiligen Innereien variieren.

ROHFETT

Der Rohfettanteil sollte für uns Katzen zwischen 2 – 7% liegen. Bei allen getesteten Sorten liegt der Rohfettanteil zwischen 5-5,5% und somit in einem sehr guten Bereich. Alle Sorten wären für Samtpfoten mit einer Pankreatitis nicht geeignet, da der Rohfettgehalt in der Trockensubstanz bei 25% liegt.

ROHASCHE

Der Anteil an Rohasche sagt aus, wie viele Mineralstoffe im Futter enthalten sind. Ein Wert von 1,5 bis 2% sollte nicht überschritten werden, da eine übermäßige Zufuhr gesundheitsschädigend ist. Bei allen getesteten Sorten liegt der Rohaschegehalt bei 2% und somit im optimalen Bereich.

ROHFASER

Dies ist der Anteil von unverdaulichen Ballaststoffen und gibt Aufschluss, wie viel Pflanzenfasern im Futter enthalten sind. Der Wert sollte 1% nicht übersteigen. Alle getesteten Sorten weisen einen Wert von 0,3% auf, das ist sehr gut.

TAURIN

Taurin ist für uns Katzen essenziell. Wir brauchen mind. 50mg/Kilo Körpergewicht, idealerweise mehr. Da Taurin nicht hitzebeständig ist, sollte bei Nassfutter mind. 1000mg zugesetzt werden, besser wären sogar 1500-2000mg. Allen getesteten Sorten werden 1000 mg Taurin hinzugefügt – das ist gut.

FEUCHTIGKEIT

Wir Samtpfoten sind Wüstentiere und nehmen unsere benötigte Flüssigkeit über das Futter auf. Daher sollte ein Nassfutter mind. 70% Feuchtigkeit enthalten. Bei allen getesteten Sorten bekommen wir zwischen 79-80% Feuchtigkeit, das ist ein guter Wert.

MEIN FAZIT

Die Sorten gibt’s in 200 g, 400 g und teilweise auch in 800g Dosen.
200 g: Kilopreis 7,75 Euro
400 g: Kilopreis 6,23 Euro
800g: Kilopreis 4,94 Euro

Bei einer 4 kg Indooor-Katze (kastriert) wären das bei 200 g pro Tag ca. 2-2,50 Euro. Dieser Preis ist top, denn man bekommt ein wirklich gutes Futter.

Der Hersteller verwendet eine halboffene Deklaration. Da der Hersteller wirklich eine sehr gute Qualität bietet, würde ich mir wünschen, dass der Hersteller auch hier transparente Qualität bieten würde. Bei allen Sorten ist das namengebende Tier/Fleisch (Ente, Rind, Kaninchen, Seefisch, Leber) nur mit 25% vertreten. Welche weiteren Fleischsorten noch verwendet werden, kann der Käufer nicht ersehen. Ich habe den Hersteller angeschrieben und dieser teilte mir mit je nach Verfügbarkeit, können die Sorten variieren. Für Katzen mit einer Unverträglichkeit oder Allegie auf ein bestimmte Protein ist dieses Futter nicht geeignet.

Aber 65% hochwertiges Fleisch ist schon eine echt gute Ansage, auch die natürliche Calcium-Quelle ist toll. Leider wird aber nur in einer Sorte (Kitten reich an Geflügel) hochwertiges Lachsöl hinzugefügt. Zudem haben alle getesteten Sorten einen relativ geringen Jod-Gehalt, was sehr gut ist und uns Samtpfoten freut.

Die Fütterungsempfehlung des Herstellers für Kätzchen bis zu einem Jahr ist nicht optimal. Kitten und Katzen im Wachstum haben einen deutlich höheren Nährwert- Energiebedarf als ausgewachsene Katzen. Da die meisten Hersteller aber für alle Sorten (auch bei Kittenfutter) dieselbe Menge an Nährstoffen hinzufügt, müssen Kitten und Youngster den höheren Nährwertbedarf über die Fütterungsmenge decken.

Kitten und Youngster bis zu einem Jahr sollten grundsätzlich „All zu can Eat“ bekommen (Futter in unbegrenzter Menge, rund um die Uhr zur freien Verfügung). Manche Mini-Samtpfoten fressen durchaus 800-1000g am Tag und auch Uly und ich haben am Anfang um die 1200g am Tag verputzt.

Bei den Zusatzstoffen macht es sich der Hersteller allerdings etwas einfach (das machen aber die meisten Hersteller so, da es maschinell kaum anders möglich ist). Er fügt bei allen Sorten die identischen Mengen an Zusatzstoffen hinzu (auch beim Kittenfutter), obwohl es sich um unterschiedliche Fleischsorten handelt (mit z. B. unterschiedlichen Zink-, Mangan- und Jod-Werten). Vitamin D3 wird auch in der Sorte „Reich an Seefisch“ hinzugefügt. Hier sollte der Vitamin D3 Bedarf durch hochwertigen Seefisch eigentlich schon gedeckt sein oder sollte zugefügt, doch deutlich geringer sein, als bei den anderen Sorten. Neuste Studien belegen, dass eine gesunde 4kg Katze 5 IE pro Kilogramm Körpergewicht benötigt – ergo 20 IE am Tag. Mit allen getestet Sorten wären wir zwar überversorgt, die Überversorgung liegt aber noch voll im Rahmen, so dass keine gesundheitlichen Probleme zu befürchten sind.

In allen Sorten steht Fleisch an erster Stelle in der Deklaration und es werden lt. Hersteller ausschließlich gute tierische Nebenerzeugnisse wie Herzen, Mägen Niere, Lunge und Leber verwendet. Damit ist die Versorgung mit Vitamin B und Eisen sichergestellt. Einzig die Sorte „Reich an Leber“ ist nicht empfehlenswert. Hier fügt der Hersteller 25% Leber hinzu und zusätzlich ergänzt er Vitamin E + D, das ist viel zu viel. Da es sich um fettlösliche Vitamine handelt, wird der Überschuss in der Leber gespeichert und kann zu schwerwiegenden Problemen bei uns führen. Leber sollte nicht mehr als 5% unserer Futters ausmachen.

In allen getesteten Sorten werden keine Ballaststoffe verwendet, was bei uns Samtpfoten auch nicht unbedingt sein muss. Bei Katzen mit einer trägen Darmtätigkeit (häufig bei Senioren) und/oder Durchfall könnte das zu Problemen führen.

Was mich richtig begeistert ist, dass man alle Analysewerte auf der Homepage frei einsehen kann und der Hersteller hier klare Transparenz bietet. Auch das wichtige Calcium:Phosphor Verhältnis liegt bei allen getesteten Sorten bei 1,3:1 und somit im perfekten Bereich.

Drei kleine Minuspunkte gibt es für das Bindemittel, die nicht deklarierten Fleischsorten und das in 6 Sorten fehlende hochwertiges Öl. Der Hersteller fügt für die Bindung eine Kombination von Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl bei. Beides kann bei empfindlichen Katzen die Verdauung stören und eine Unverträglichkeit auslösen. Da der Hersteller gut 40% vom Fleisch und den tierischen Nebenprodukten nicht genau benennt, ist das Futter für Katzen mit eine Unverträglichkeit oder Allergie gegen Bindemittel und Proteine nicht geeignet.

Das Futter wurde von Ulysseus und mir für sehr lecker befunden. Unsere Näpfe wurden immer komplett geleert. Die Futtersorte „Reich an Leber“ haben wir aufgrund der zu hohen Lebermenge nicht zu fressen bekommen. Auch bei unserem Output gab es keinerlei Überraschungen.

Alles in Allem, bekommt unser Personal hier ein sehr gutes Futter für einen wirklich guten und fairen Preis. Es gibt zwar ein paar Minuspunkte, aber das ist wirklich jammern… äh maunzen auf einem hohen Niveau.

Note: 2

VorteileNachteile
+ 65% hochwertiges Fleisch– Einheitliche Nährstoffversorgung
+ Keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse– Nicht bindemittelfrei
+ Sehr gutes Ca:P Verhältnis – Keine Ballaststoffe
+ Halboffene Deklaration– Hochwertiges Öl nur im Kittenfutter
+ Hersteller hält was er verspricht
+ 800g Dosen erhältlich
+ Natürliche Calciumquelle
+ Wenig Jod


© Manon van der Meirschen – Tammy erklärt

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