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Mehr Harmonie im Katzenhaushalt – 6 Tipps für mehr Harmonie und Vertrauen zwischen deinen Katzen

In einer Mehrkatzen-WG basiert unsere Beziehung zu den anderen Katzen meist auf gegenseitiger Toleranz. Probleme wie zum Beispiel Unsauberkeit können durchaus auch mit einer weniger guten Katzenbeziehung in Verbindung gebracht werden.

Also falls ihr zwei oder mehr Samtpfoten habt, die nicht die dicksten Freunde sind, kommen hier ein paar Tipps, wie wir gut miteinander auskommen:

Tipp 1: Entspannung beim Fressen
Wenn’s ums Futter geht, vergessen wir oft unsere Differenzen – aber Vorsicht, das Thema ist heikel. Mehrere Katzen dicht beieinander zu füttern, erzeugt subtilen Stress. Denn der Nahrungskonkurrent ist viel zu nah dran und so fangen wir mit dem schlingen an. Und das ist gar nicht gut!

Wir sind ja nur Häppchenfresser und unser Magen ist nicht auf wenige, größere Mahlzeiten am Tag eingestellt, sondern auf viele kleine Portionen über den Tag und die Nacht verteilt. Besser ist es, wenn jede Samtpfote einen eigenen Futterplatz bekommt. Ist unser Futterneid besonders groß, sollten diese Futterplätze möglichst in unterschiedlichen Räumen sein.

Tipp 2: Qualitytime
Unser Personal ist heute oft multitasking-gefährdet. Wir finden es allerdings ziemlich doof, wenn das Handy wichtiger ist, während wir doch so gerne Zeit mit unserem Personal verbringen möchten.

Gebt uns regelmäßig unsere Qualitytime: Mehrmals am Tag 15 Minuten nur für uns! Eure volle Aufmerksamkeit – beim Spiel, Kuscheln oder Bürsten. Manche von uns genießen auch einfach nur die Zeit, in der ihr erzählt, was so am Tag los war.

Tipp 3: Gemeinsame positive Erlebnisse schaffen
Wenn wir Fellnasen einander sehen, während wir etwas Angenehmes erleben, kann es helfen, den Anblick der jeweils anderen Fellnase positiv zu verknüpfen. Das braucht Übung und viele Wiederholungen. Sorgt mehrmals am Tag für kleine, schöne Erlebnisse, bei denen wir uns sehen können. Was genau wirkt, ist so vielfältig wie wir: Lieblingsleckerlis, Bürsten, interaktives Spielen, Fummelbrett, Schnüffelteppich – oder einfach Körperkontakt. Gib uns genau das, was wir lieben, während wir uns begegnen. Sekunden reichen – wichtig sind die Wiederholungen.

Tipp 4: Schmerzen?
Schmerzen nerven uns gewaltig. Wir Samtpfoten ziehen uns bei Schmerzen entweder zurück oder reagieren aggressiv. Wenn ihr unsicher seid, ab zum Tierarzt. Schmerzen sollten natürlich auch dann aus der Welt geschafft werden, wenn wir alleine leben oder sich unsere körperliche Befindlichkeit nicht auf unser Sozialverhalten auswirkt!

Oft haben wir schmerzhafte Zahnprobleme (und fressen trotzdem ganz normal), die lange unerkannt bleiben. Ein jährliche Tierarzt-Check ist deshalb sinnvoll.

Tipp 5: Revieroptimierung
Wir sind von Natur aus echte Territorialmiezen und neigen stark dazu, ein Revier oder eine bestimmte Ressource gegen andere Katzen zu verteidigen.

Teilen wir Revier oder Ressourcen mit anderen Katzen, braucht es große Sympathie oder eine optimale Ressourcenlage.

Wir brauchen alle unseren eigenen Rückzugsort an dem wir auch von anderen Mitkatzen in Ruhe gelassen werden.

Tipp 6: Auch unser Personal muss sich wohlfühlen!
Katzen mit engen Beziehungen zu ihren Menschen spüren Stress, wenn es euch nicht gut geht. Je besser ihr drauf seid, desto entspannter können wir miteinander umgehen.

© Oberes Beitragsbild: Pixabay, MoiLolit – Tammy erklärt
© Entspannung beim Fressen: KI – Gemini – Tammy erklärt
© Qualitytime: Corelens, Vlada Karpovich – Tammy erklärt
© Gemeinsame Erlebnisse: Manon van der Meirschen – Tammy erklärt
© Schmerzen: KI – Gemini – Tammy erklärt
© Revieroptimierung: Manon van der Meirschen – Tammy erklärt
© Personal: Pexels, Vlada Karpovich – Tammy erklärt

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